Nicht alle Marken sind untrennbar mit der Casual Kultur verbunden. Was Adidas hat, kann keine Marketingabteilung der Welt kaufen, weil Sie wissen das ihre Verbindung zur Kultur Jahrzehnte zurück reicht. Als ich als Jugendlicher im Nordwesten von England zum ersten mal Adidas Schuhe erstand, wurden diese Trainer von den richtigen Sportgeschäften verkauft. Dort gab es sonst Tennis- und Cricket-Schläger und Luftgewehre oder einen Taucheranzug zu kaufen. Weiterlesen »

Borussia Dortmund gegen Bayern München im Champions League Finale 2013

Am 25 Mai steht es also an, das große Final. Fast ein kleines WM Finale. Denn trotz den großen alten Teams aus Süd Amerika geht es um den Titel der besten Mannschaft der Welt.
Aber Bayern gegen Dortmund ist mehr. Es ist: Uli gegen Susi, Osram gegen Kloppo, Schweini gegen Günni, Aki gegen the sexy Knees, Schickeria gegen Unity (Wow, das passt), Allianz gegen Westfalen, Rötze gegen Robery, Kaiser gegen Emma, KoanNeuer gegen The Gradios Season, Fiasko Dahoam gegen Wembley Roar, 1 Mlrd. gegen 12,50€, Adidas gegen Puma, Borussen Front gegen Service Crew, Weißbier gegen Pils, Ost gegen West, Pott gegen Bazis, Curry- gegen Weißwurst, Lederhosen gegen Trainingshosen, Head and Shoulders gegen Duschdas, Pommes gegen Semmelknödel, Schweins- gegen Sauerbraten, Kumpel gegen Amigos, Weiterlesen »

„…es wuchs eine Subkultur heran, eine Subkultur, die die arbeitenden Schichten in
Großbritannien und später in ganz Europa durchdringen sollte.“
Martin King u. Martin Knight, Hoolifan. Thirty Years of hurt.

Anders als in England oder Schottland fingen deutsche Fußballfans Mitte der 1980er Jahre an, sich selbst als Hooligans336 zu bezeichnen und sich dadurch von den anderen Fußballfans abzugrenzen. Das Wort Hooligan, das von dem irischen Familiennamen „Houlihan“ abgeleitet wurde, tauchte erstmals 1898 als Beschreibung für zivilen Ungehorsam, Straßenkriminalität und rowdyhaftes Verhalten in einem Londoner Polizeireport auf.
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Die 1970er Jahre als Beginn der Fankultur

Die Bundesliga: Ihre Geschichte wurde durch ihre großen Mannschaften bestimmt. Den Bayern, Gladbach, dem FC, der Eintracht, der VFB und der HSV oder Borussia BVB. In Abstiegskampf und Meisterschaften, bei ihren Europapokal Siegen, prägten auch große Stars die deutsche Liga.

Aber die Bundesliga lebte und lebt auch immer von ihren Fans. Anfangs im Mantel und Hut gab es schon Anfang der 1960er Jahre Feuerwerk, Handgemenge und Fahnenmeere.
Die einzelnen Fans kannten sich durch ihr Umfeld aus „Jugendcliquen“, Nachbarschaften oder Freundeskreisen. Zu dieser Zeit gab es kaum konzertierte Anfeuerungsrufe, und spätestens ab dem Anpfiff des Spiels herrschte relative Ruhe. Nach Toren wurde gejubelt, Spieler wurden ausgebuht, Gesänge waren aber unbekannt. Das Bild des Stadions war in den 1960er Jahren
nur wenig durch Fahnen oder andere Ausdrucksformen der Fans geprägt. Weiterlesen »

My Name is Michael Caine

Vor einigen Wochen ist die Schauspiellegende und Stilikone Michael Caine 80 Jahre alt geworden, und da ist mir noch einmal klar geworden, dass er einer der wenigen Schauspieler ist, zu dem ich einen gewissen Bezug habe. Ich war einmal in meinem Leben das, was man im englischen als “starstruck” bezeichnet.

Mein Vater und ich haben am Frankfurter Flughafen Michael Caine gesehen. Michael Caine ist einer der liebsten Schauspieler meines Vaters, wenn nicht sogar der liebste. Wird eine enge Kiste mit Gene Hackman. Wir waren also schlicht außer uns, aber bevor wir nach einem Autogramm oder einem Foto fragen konnten, war Herr Caine wieder weg. Kurze Zeit danach bin ich dann durch den Riesen-Hit “Our House” auf die britische Band Madness gestoßen, und als ich mich durch deren Werk hörte stellte ich fest, dass Madness ein Lied haben, das Michael Caine heißt, und sich eigentlich um die “Troubles” in Nordirland dreht. Weiterlesen »

Der Begriff „Hooligan“ ist ja etwas problematisch, wird oft missverstanden und ist gerade bei den Lads in UK gar nicht gerne gehört. Man kann den Style von Hooligan Streetwear lieben oder hassen.
Aber eins muss man den Jungs eine Sache einfach lassen: Es sind Terrace Legends in ganz Europa und sie sind sich immer treu geblieben. Hooligan Streetwear gibt es schon seit 15 Jahren, aber die Macher gehen schon seit gefühlten 100 Jahren ins Stadion und haben es einfach raus den richtigen Style zu treffen. Und nicht nur den. Die Einstellung von Hooligan Streetwear zum Fußball und den Veränderungen der letzten Jahre kann jeder Casual nur voll und ganz unterschreiben.

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Kleines Lied gegen Stadionverbote

Das Lied hat folgende Urheber: „Droogs 99 feat. Homicidal Housepigs & Olaf“. Auf der Housepigs Seite (http://www.homicidal.de/) heißt der Song nur „Droogs-Song“. Die Droogs sind eine sehr alte Gruppe der Ultras Frankfurt die nicht nur kulturell aktiv ist. Weiterlesen »

Cani Sciolti

Hier soll kurz das Buch von Domenico Mungo mit den schönen Namen „Cani Sciolti“ vorgestellt werden. Im der weiten und offenen Szene der Fußball-Fan Bücher mit all ihren Facetten, stellt „Cani Sciolti“ doch einen Meilenstein dar. Zum Einen wird hier doch klar wie sehr sich dein Fankulturen in Deutschland, England und Italien unterscheiden und zum Andern erklärt „Cani Sciolti“ auch sehr gut welche Probleme Italien nicht nur mit den Ultras sondern als Land an sich hat. Mungo war einer der großen Figuren in der Curva Viesole, der Fankurve der Fiorentina (AC Florenz). Ultra in Italien zu sein hat nichts damit zu tun, in T-Shirt der Gruppe bunte Zettel im Stadion auszulegen. Es bedeutet jedes Spiel körperliche Auseinandersetzung, gegen „die Anderen“ und die Bul…, die Polizei. Mit Messern, Fahrradketten und alles was dazu gehört. Weiterlesen »

Andy Ansah, hat mit seinem Ausruf „Unbelievable Tekkers“ die Welt des Sports verändert

Andy Ansah war selbst Profi-Fußballer, von 1988 bis 2000 kickte er in den unteren Ligen des Vereinigten Königreichs. Danach wurde er Sport Journalist und kommentierte vor allem in Format Soccer AM von SKY UK die Geschehnisse um den runden Ball. Als Bezeichnung für eine Zurschaustellung einer sehr guten Technischen Leistung kreierte er den Ausruf „Unbelievable Tekkers“, heute auf der ganzen Insel ein geflügeltes Wort. Ansah selbst hat sich den Terminus „Unbelievable Tekkers“ beim Kicken mit seinem kleinen Sohnes ausgedacht. Der scheint gut kicken zu können. Wir würden „Geiler Schnicker“ sagen. Tekkers ist Slang für Technik.

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Raggae in the Ghetto

Der kahlgeschorene, stiefeltragende Skinhead englischer Prägung wurde in ganz Europa, in Nord- und Südamerika imitiert. Er prägt weiterhin das Bild des „bösen“ Fußballfans als sogenannter Hooligan. Nach der Initialzündung in Liverpool waren Fußballfans, Ende der 1960er Jahre, eine stetig wachsende Subkultur mit einer starken Arbeiterklassen-Identität.

Doch die Subkultur „Fußballfans“ war nicht deckungsgleich mit der ihr entsprechenden Kultur, denn sie wurde auch von anderen gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst. Zunehmend adaptierte sie kulturelle Ausdrucksformen der Jugendsubkulturen dieser Zeit, insbesondere die der Skinheads. Weiterlesen »