My Name is Michael Caine

Vor einigen Wochen ist die Schauspiellegende und Stilikone Michael Caine 80 Jahre alt geworden, und da ist mir noch einmal klar geworden, dass er einer der wenigen Schauspieler ist, zu dem ich einen gewissen Bezug habe. Ich war einmal in meinem Leben das, was man im englischen als “starstruck” bezeichnet.

Mein Vater und ich haben am Frankfurter Flughafen Michael Caine gesehen. Michael Caine ist einer der liebsten Schauspieler meines Vaters, wenn nicht sogar der liebste. Wird eine enge Kiste mit Gene Hackman. Wir waren also schlicht außer uns, aber bevor wir nach einem Autogramm oder einem Foto fragen konnten, war Herr Caine wieder weg. Kurze Zeit danach bin ich dann durch den Riesen-Hit “Our House” auf die britische Band Madness gestoßen, und als ich mich durch deren Werk hörte stellte ich fest, dass Madness ein Lied haben, das Michael Caine heißt, und sich eigentlich um die “Troubles” in Nordirland dreht.
Madness – Michael Caine

Für mich wird dieses Lied aber immer ein Lied über diese Begegnung am Flughafen sein, denn im Lied heißt es: “And all I wanted was a word or a photograph to keep.” Und genau das war es, was wir da wollten. Ich habe Michael Caine danach nie wieder gesehen, d.h. immer nur auf der Leinwand oder in der Flimmerkiste, und natürlich zuletzt immer wieder auf YouTube, wie in diesem Workshop zum Thema TV- und Filmschauspiel:

Als kleiner Junge mochte ich Michael Caine aus zwei Gründen: Mein Vater hat sich mitunter so gefreut, dass er im Fernsehen ist, dass er darüber vergessen hat, dass Filme mit Michael Caine und sein Sohn im Grundschulalter vielleicht nicht ganz so gut zusammenpassen.  Der andere Grund war Synchronsprecher Jürgen Thormann, dessen Stimme mir aus den ganzen Hörspielkassetten bekannt war. So war Michael Caine auch immer das Gesicht von Nebendarstellern z.B. bei den ???.

Erst sehr viel später habe ich festgestellt, dass Michael Caine vor allem eine coole Sau und unfassbar stylisch ist. Ungefähr zu der Zeit, in der man ungestraft Worte wie cool und stylisch verwenden konnte.

Und weil ich keine Ahnung von Fußball habe und Billy mich gebeten hat, was mit Musik oder Klamotten zu machen, stelle ich in den nächsten Tagen und Wochen einige der besten Klassiker und Raritäten mit Michael Caine vor und feiere die Kleidung, die er trägt ab.

Den Anfang macht “The Ipcress File” (Ipcress – Streng geheim), ein Spionagethriller von 1965, eine Art füher Bond ohne den Secret Volcano Lair – Klamauk.

Caine trägt Anzug mit relativ schmalen Aufschlägen, keinen riesigen Krawattenknoten, kurzum, er kommt als der ‘60s Man daher, während die anderen Darsteller leicht überkommene Nachkriegsware mit Schirm und Hut spazieren führen. Höhepunkt ist natürlich das riesige Brillengestell, alleine seiner enormen Körpergröße ist es zu verdanken, dass Caine nicht permanent vornüber fällt. Angesichts der seit Jahren wachsenden Beliebtheit großer Brillengestelle könnte man den Film auch umbenennen in Hipcress. Nächste Woche geht es dann mit dem Mini nach Turin.

Wer in der Zwischenzeit wissen will, was Janny Imhoff sonst macht, kann Ihn unter +Janny Imhoff https://plus.google.com/u/0/100753981642091152743/about/p/pub prüfen, oder sein schlampiges Blog sich unter jannyimhoff.tumblr.com reintun.

von: Janny Imhoff

1 Kommentar

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